Trierer Capitulare

10. Jahrhundert nach Christus

'Trierer Capitulare' Handschrift fol 33v und 34r
Druck und Handschrift

Der Text des 'Trierer Capitulare' ist uns heute nur noch aus den 'Annales Trevericorum' Christoph Browers überliefert. Die Originalhandschrift des Textes ging verloren. Die Stadtbibliothek Trier besitzt neben zwei Druckexemplaren dieser Annalen (Signaturen 10/97 2° und 10/98 2°) auch ein handschriftliches Exemplar mit der Signatur 1362 a/110 a 4°, das aus 578 mit Bleistift foliierten Blättern aus Papier in einer einfachen Pergamenthülle besteht. Die Handschrift weist Wasserschäden auf und ist daher teilweise nicht mehr lesbar.

An der Schrift lässt sich erkennen, dass das Werk aus der Feder eines einzigen Schreibers stammt.

Von einem zweiten Schreiber stammen Korrekturen und Randglossen bis fol. 36v. Außerdem finden sich Anmerkungen zu Abweichungen von der Druckfassung am Rand, die ein dritter Schreiber hinzugefügt hat.

Beim Vergleich des sowohl im Druck als auch in der Handschrift enthaltenen 'Trierer Capitulare' zeigt sich, dass die Handschrift dem Druck vorausgeht, jedoch trotzdem nicht die unmittelbare Druckvorlage gewesen sein kann. Heinrich Tiefenbach nimmt eine dazwischen liegende Abschrift der Handschrift an, die als Arbeitsmanuskript anzusehen ist. So lässt sich sagen, dass der in der Trierer Stadtbibliothek vorhandenen Handschrift, die erst in den 1970er-Jahren in der Forschung bekannt wurde, ein eigener textkritischer Wert zukommt.