Trierer Pferdesegen

10. Jahrhundert nach Christus

Hs 40/1018 8°
Zum Aufbau der Handschrift 40/1018 8°

Die Handschrift 40/1018 8° der Trierer Stadtbibliothek besteht aus 132 doppelseitig beschriebenen Blättern im sogenannten Quartformat (17,5/18 x 12,5cm).
Zu dem Haupttext, der auf allen 132 Blättern in zwei Spalten zu finden ist, wurden im Laufe der Zeit zum Teil Eintragungen am oberen und/oder unteren Rand hinzugefügt.

Der Haupttext beinhaltet insgesamt vier Glossare: Ein Bibelglossar (f. 1va-33va), ein Glossar hebräischer Namen (f. 33va-41vb), ein alphabetisch griechisch-lateinisches Glossar (f. 41vb-53va) und ein alphabetisches lateinisches Glossar (f. 53va-132vb).

Auf den Blättern 2r bis 76v finden sich Eintragungen am oberen Rand (marginal oben), die Exzerpte aus verschiedenen Schriften beinhalten (f. 2r-76v). Dazu zählen u.a. Augustinus' 'De musica' und Vegetius' 'Epitoma rei militaris', sowie Briefe des Hieronymus. Dazwischen sind wiederum verschiedene Worterklärungen eingefügt.
Auf den Blättern 1v bis 64 r finden sich Eintragungen am unteren Rand (marginal unten), die eine medizinische Kompilation mit Erklärungen griechischer Krankheitsnamen und medizinischen Ausdrücken, Rezepte, sowie ein lateinisch-deutsches Pflanzen- und Kräuterglossar beinhalten. Auf f. 36v-37v liest man den althochdeutschen Pferdesegen, dem noch ein Rezept, Zauberworte, Segen und Übersetzungen aus dem Griechischen folgen.

Der 'Trierer Blutsegen' befindet sich auf Blatt 19v innerhalb einer Kräuterrezeptsammlung am unteren Rand.

Allen drei Teilen ist gemeinsam, dass in ihnen althochdeutsche und altsächsische Glossen enthalten sind, die im späten 10. und 11. Jahrhundert eingetragen worden sind. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Glossen auf 160.